Jugendtanzgruppe auf den Spuren von Sisi

Die diesjährige Busreise der Jugendtanzgruppe Biberach sowie einigen Mitglieder der Tanzgruppe „Jung & Alt“ führte vom 30. Mai – 02. Juni 2013 nach Wien. Auch dieses Mal war unser Lieblingsbusfahrer, Werner Klusch, von der Firma Klusch aus München, als unser Fahrer mit von der Partie.

Bereits in der Früh um 6 Uhr ging es gut gelaunt aus Biberach los. 40 Personen freuten sich trotz Regenwetter auf ein paar lustige, ereignisreiche, gemeinsame Tage. Diesmal standen nicht gemeinsame Auftritte, sondern gemeinsame Unternehmungen auf dem Programm. Unser erstes Ziel war das Stift Melk, dass wir leider in strömendem Regen besichtigen mussten. Hier hatten wir eineFührung durch das Stift, durch die modern eingerichteten Schauräume, die  sehr interessant und sehenswert waren. Nach der Besichtigung der imposanten goldbeladenen Stiftkirche ging es weiter mit Gitarre und Gesang nach Wien.

In Wien angekommen, wurden die Zimmer aufgeteilt, und anschließend ging es gemeinsam in die an der Alten Donau gelegene Ufertaverne zum gemeinsamen Abendessen.

Am nächsten Tag ging es um 10 Uhr zum Schwedenplatz, wo uns der Reiseleiter Herr Auinger erwartete. Zuerst ging es einmal um die Ringstrasse herum, vorbei an Museen, Hofburg, Hofgarten, Stadtpark, Opernhaus, Rathaus, Burgtheater, Börse, an renommierten Hotels, um einen ersten Eindruck der Innenstadt zu erhalten. Dann ging es zum Hundertwasserhaus. Anschließend wurde die Innenstadt zu Fuß vom Schwedenplatz  über Stephansplatz mit dem Stefansdom, durch den Graben, an exklusiven Einkaufsläden vorbei, durch den Kohlmarkt, die teuerste Straße Wiens, am Cafe Demel vorbei zur Hofburg, erkundet. Von dort ging es mit dem Bus weiter zum Schloss Schönbrunn. Hier führte uns Herr Auingerdurch 22 Schauräume. Der restliche Tag stand zur freien Verfügung. Für den Abend war der Besuch im Orpheum, einem kleinen Theater im 22. Bezirk geplant, wo der österreichische Kabarettist aus der Steiermark – Alf Poier – auftrat. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Uwe, der uns dies ermöglicht hatte und uns noch oft mit Rat und Tat während unseres Aufenthaltes zur Seite stand, sei es mit Tipps zur Freizeitgestaltung, Kostproben der besten Eisdiele oder einfach nur mit dem Übersetzen des Namens eines Gerichts. Nach dem Theater ließen wir den Abend in einem Saloon, unweit vom Hotel, bei Musik und Tanz, gemeinsam, ausklingen.

Am Samstag ging es morgens auf den Naschmarkt – hier konnte man das bunte Treiben zwischen den Marktständen, den kleinen Lokalen und dem Flohmarkt beobachten oder gemütlich eine Tasse Kaffee genießen bevor es wieder in die Innenstadt ging. Einige besichtigten die Kapuzinergruft, die Ruhestätte der Habsburger, andere gingen Shoppen – bis sich alle wieder in der Hofburg für den nächsten Höhepunkt trafen. In der Hofburg wurde die Silberkammer, das Sisi-Museum, mit beeindruckenden Einblicken in das nicht so romantische Leben der Kaiserin Sisi, sowie die Kaiserappartements, die von den Habsburgern in den Wintermonaten genutzt wurden, besichtigt. Mit vielen Eindrücken beladen ging es anschließend zum Prater. Hier wurden im Madam Toussaud Kabinett Fotos mit vielen bekannten Persönlichkeiten gemacht – auch ein Foto mit Kaiserin Sisi durfte nicht fehlen. Nach ein paar Stunden zur freien Verfügung traf man sich in den Kellergewölben des Zwölf-Apostel-Kellers, in dem bei Geigenmusik und typischem Weinkeller-Flair gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Danach wurde individuell das Nachtleben Wiens erkundet und der letzte Abend bis in die frühen Morgenstunden genossen.

Am Sonntagmorgen ging es, wie konnte es auch anders sein, bei strömendem Regen wieder Richtung Heimat. Eine Totalsperrung der Autobahn zwang uns auf die Bundesstraße auszuweichen und den Chiemsee zu umfahren, so dass wir für 70 km fünf Stunden brauchten. Das konnte unserer guten Stimmung nichts anhaben, obwohl die vielen überfluteten Wiesen und zum Teil auch schon Häuser, an denen wir vorbeifuhren, uns tief betroffen machten. Die Zeitverzögerung durch die vielen Umleitungen hatte auch etwas Gutes. Der Reisebus der Kreisgruppe Biberach war auch auf dem Heimweg aus Kroatien und auf der A96 erreichte uns ein Anruf, dass der Bus an der Tankstelle Rast mache und eine Reifenpanne habe. Der viele Regen hatte auch an unserem Bus Spuren hinterlassen – kurz vor der Tankstelle gab der Scheibenwischer seinen Geist auf, so dass beide Reisegruppen an der Tankstelle zusammentrafen und es trotz allem ein herzliches Hallo gab und schon die ersten Reiseerlebnisse ausgetauscht wurden. Anschließend ging es dann, spät aber doch, nach Hause.

So ging ein erlebnisreiches, mit vielen Eindrücken, vielen gemeinsamen Erlebnissen und einem herzlichen Miteinander zu Ende, dass trotz vieler Besichtigungen nur einen ersten Einblick in die geschichtsträchtigen, aber auch lebendigen Stadt Wien geben konnte. Viele wollen wieder hin.

Es bleibt ein besonderes Dankeschön an Ralf Wenrich, Annemarie Zultner und Astrid Göddert für die Organisation sowie an Werner Klusch, der uns wieder in bewährter Art und Weise und mit viel Geduld gefahren hat. Bis zum nächsten mal.

Annemarie Zultner