Kreisgruppe Biberach: Kathreinenball mit Theater

Alle zwei Jahre wird seit 1990 in Biberach Theater gespielt. Zum elften Mal hat sich die Theatergruppe auf ihren großen Auftritt am Kathreinenball vorbereitet. Aber bevor es soweit war, hieß es zuerst für die Kulturreferentin der Kreisgruppe Biberach und Leiterin der Theatergruppe, Annemarie Fleischer, Manuskripte suchen und lesen. Und wenn das nicht ausreicht, dann wird das Stück von ihr nachbearbeitet und wie in diesem Jahr auch noch in die sächsische Mundart übersetzt.

Und die Mühe hat sich gelohnt – die Aufführung des Lustspiels „Bäm Kräuterdoktor Hans“ von Franz Schaurer, nachbearbeitet von Annemarie Fleischer, wurde ein voller Erfolg. Die acht Laienspieler haben mit ihrem schauspielerischen Talent die Zuschauer begeistert. Sie erlebten zwei kurzweilige, heitere Stunden und spendeten reichlich Beifall.

Hans (Norbert Tiehs), von Beruf Holzarbeiter, gerät in Konflikt mit seiner Frau Finni (Marion Tonsch), die gerne ein besseres Leben führen möchte. Zusammen mit dem Gemeindeschreiber Getz (Marius Buziu) will sie ihren Mann dazu bringen, einen Kurbetrieb aufzuziehen, um so Geld in die Kasse zu bekommen. Hans, eigensinnig und dickköpfig, mag anfangs nicht mitmachen, aber bis zum Schluss gelingt es ihm seine eigene Frau zu kurieren, die Angst hatte, ihren Mann an die reizende, junge Assistentin Grete (Barbara Femmig) zu verlieren. Schließlich gelangt Finni zur Einsicht, dass es besser ist, wieder das bescheidene, aber glückliche Leben mit ihrem Mann aufzunehmen. Die Theatergruppe Biberach führte „Bäm Kräuterdoktor Hans“ von Franz Schaurer mit großem Erfolg auf.

2008 Kathreinenball-bc-08

Foto: Karl Fleischer

Für Spannung und Heiterkeit sorgen auch die neugierige Nachbarin Rosi (Ingrid Schuster), der Patient Andreas Binder (Mathias Henrich), ein reicher Bauer, der von seinem Sohn Martin (Günther Zikeli) und seiner Haushälterin Amalie (Maria Mailat) zur Kur gebracht wird. Unterstützt wurden die Theaterspieler von den beiden Souffleusen Marion Mailat und Annemarie Fleischer. Zum Abschluss dankten die Schauspieler für den Einsatz von Annemarie Fleischer und überreichten ihr als Dankeschön ein Präsent. Der Vorstandsvorsitzende der Kreisgruppe Biberach, Karl Fleischer, nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement zu bedanken, im Besonderen bei seiner Frau, die sich immer wieder auf die Suche nach einem passenden Stück macht. Die Theatergruppe würde sich freuen, das Lustspiel auch in anderen Kreisgruppen aufführen zu dürfen.

Nach dem Bühnenabbau spielte die beliebte Band „Index“ zum Tanz auf. Bei flotten Marschklängen zogen die drei Biberacher Tanzgruppen in den Saal ein und beeindruckten mit einem Aufmarsch. Welch ein Anblick bot sich den Zuschauern, Eltern und Großeltern der Kinder: 21 Trachtenpaare standen bereit, ihr tänzerisches Können vorzuführen. Als erste Gruppe eroberte die kleine Kindertanzgruppe (im Alter von drei und sechs Jahren) mit den Tänzen „Der Müller“ und den„Sterntanz“ die Herzen der Zuschauer im Sturm. Dann führte die große Kindertanzgruppe (im Alter von sieben bis dreizehn Jahren) den „Finsk Shottisch“ sowie „Das Fenster“ vor und ernteten tosenden Applaus. Zum Abschluss zog die Biberach Jugend-Tanzgruppe die Zuschauer in ihren Bann mit der „Schwäbischen Tanzfolge“ und dem „Krüz König“. Das Publikum war begeistert und forderte lautstark nach Zugabe, dem die Jugendtanzgruppe gemeinsam mit der großen Kindertanzgruppe mit dem „Vierspänner“ gerne Folge leistete.

Der Kreisgruppenvorsitzende Karl Fleischer bedankte sich bei der Tanzgruppenleiterin Astrid Göddert sowie ihren Stellvertreterinnen Evelyn Schuster und Marion Mailat für ihr Engagement und den gelungenen Auftritt mit je einem Blumenstrauß.

Die Mitglieder der Kindertanzgruppen wurden von Astrid Göddert im Namen der Kreisgruppe auch beschenkt – jedes Kind erhielt einen Adventskalender mit einem Gutschein für einen gemeinsamen Besuch „der Stadt der 1000 Abenteuer – Sensapolis“.

Anschließend wurde ausgelassen bei guter Musik und bester Stimmung bis in die Morgenstunden weitergetanzt und gefeiert.

Annemarie Zultner